Mondpost Nr. 5 - Zwischen Dankbarkeit, Zweifeln und einer kleinen Schatzsuche
🌕 Newsletter: Zwischen Dankbarkeit, Zweifeln und einer kleinen Schatzsuche
Lang, wild, persönlich. Dieses Mal echt, ehrlich und mit ein bisschen Glitzer.

Einmal tief durchatmen. Und nochmal.
Weil dieser Newsletter fast nicht entstanden wäre.
Weil ich gestern einfach nicht mehr konnte.
Ich saß da. Drei Stunden lang.
Hatte Worte, Ideen, Gedanken – aber keinen roten Faden.
Und vor allem: kein Gefühl.
Die letzten zwei Wochen waren ein ziemlicher Ritt.
Voller Freude. Wut. Trauer. Weltschmerz.
Ich wollte all das in einen Newsletter stopfen:
– über ein Reel schreiben, das mich sprachlos gemacht hat,
– ein Interview mit Instagram führen (kein Witz),
– das Tagebuch eines kleinen Jungen zitieren,
– meine Dankbarkeit für euch ausdrücken,
– einen sentimentalen Moment mit meinem Sohn im Einkaufswagen teilen
– und ach ja: die Welt retten
Tja.
Ganz schön viel für einen einzigen Abend.
Also hab ich auf Pause gedrückt.
Und mir selbst erlaubt, dass es gerade einfach nicht geht.
Und dann?
Genau dann ist etwas passiert.
Auf dem Nachhauseweg wurde mir klar:
Ich war in den letzten zwei Wochen nicht wirklich bei mir.
Sondern bei jemand anderem:
🧠 meinem inneren Kritiker.
Warum das so war?
Festhalten – es geht los.
- Dankbarkeit
- Mein innerer Kritiker und der alte Lehrer
- Körpersignale & Tränen zwischen Brotregalen
- Ein Moment des Innehaltens
- Schatzsuche & Mondgeschenke
FUNKLOGBUCH, EINTRAG 05.07.2025
Dankbarkeit, Verbundenheit, kleine Texte
„Sehr professionell, Patrick. Statt Bestellungen zu generieren wieder Gefühlsduselei. Vielleicht noch ’ne Kerze anzünden und ’nen Kreis aus Mandalas legen? Oder besser: Tränen im Checkout anbieten – 3 für 2.“
Ich geb’s zu: Ich hatte mal wieder nicht damit gerechnet. Vor allem mein innerer Kritiker nicht. Der hat sich schon auf einen ordentlichen Einbruch eingestellt. Schon wieder ein emotionaler Seelenstriptease im Newsletter? Na danke.
Und dann das. Eure Antworten. Eure Mails. Eure Bestellungen.
Und all die kleinen, feinen Botschaften in den Kommentarfeldern. "Wir zeugen’s paypal"
Ihr habt mir damit mehr gegeben, als ich je mit einem Rabattcode zurückgeben könnte. Und ihr macht mir MUT!
Ich hab wirklich nicht damit gerechnet.
Danke für diesen Moment zwischen Mandalas und Versandetiketten.
Mein innerer Kritiker und der alte Lehrer
Vor zwei Wochen hab ich meinen alten Berufsschullehrer getroffen. Er ist heute Unternehmensberater – und wir mochten uns schon immer.
Ich dachte: Hey, schadet ja nicht, ihn mal auf den Mond einzuladen.
Ein externer Blick kann manchmal helfen. Vielleicht sieht er was, was ich nicht sehe.
Also saßen wir da. Ich erzählte vom Shop. Vom Wachstum. Vom Newsletter. Auch davon, dass ich dort ehrlich bin – sogar über den PayPal-Kredit geschrieben habe.
Sein Blick wurde finster, die Hände gingen an den Hinterkopf –
und dann dieser Satz:
„Das hast du WIRKLICH geschrieben?!🧠 Mein innerer Kritiker, sofort auf 180:
Also Patrick – das geht nicht. Das ist geschäftsschädigend.“
"Na bravo. Sag ich doch. Zu emotional. Zu privat. Kein Wunder, dass du das mit dem Marketing nicht hinkriegst.
Das ist ein Shop – keine Selbsthilfegruppe."
Und obwohl ich Dutzende Nachrichten bekommen hatte – voller Wertschätzung, Liebe und Dank – war plötzlich alles in Frage gestellt.
Wie kann eine einzige kritische Stimme so viel lauter sein als hundert warme?
Zwei Tage lang hab ich’s zerdacht.
Vielleicht hat er recht? Oder doch nicht? Oder doch? Oder nicht?
Und dann kam ein anderer Gedanke:
Sind es nicht genau diese Menschen – die uns an diesen Punkt gebracht haben?
Die mit PowerPoint-Charts und Optimierungen erklären, dass Gefühle gefährlich sind. Dass man lieber stark auftritt als weich bleibt. Dass Authentizität ein Risiko ist. Diese Stimmen, die uns flüstern:
„Halt dich lieber zurück. Zeig dich nicht zu sehr. Nur keine Blöße geben.“
Vielleicht ist genau das das Problem.
Eine Welt, in der wir lieber Hochglanz verkaufen als ehrlich zu sein. In der uns beigebracht wird, dass Kontrolle wichtiger ist als Verbindung.
Aber ich sag dir was...
Ich mach weiter. Genau so. Mit Herz. Mit Fehlern. Mit echtem Leben. Selbst wenn ich dabei den Mond in die Luft jage.
Dann bauen wir eben einen neuen.
Aus Holz. Mit Kratern zum Reinkuscheln. Vielleicht sogar mit Lichtbausteinen drin.
Und dann kam der nächste Gedanke:
Wie oft stellen wir andere Menschen auf ein Podest? Gerade bei Instagram. Gerade als Eltern.
All diese perfekten Storys. All diese Produkte, die angeblich alles besser machen. All diese Hochglanz-Lösungen, die unser echtes Chaos nur schwerer ertragen lassen.
Und zack – ich wollte einen Aufklärungsnewsletter schreiben. Einen mit Tiefgang. Mit Kritik. Mit Interview (Instagram sollte übrigens selbst zu Wort kommen). Mit allem drum und dran.
Aber…
Körpersignale & Tränen beim Brot
Aber… mein Körper hatte andere Pläne.
Während ich innerlich noch dachte:
Komm schon, Patrick. Reiß dich zusammen. Freitag ist Newslettertag.
...hat mein Körper längst den Notfallknopf gedrückt.
Ich merke das oft nicht sofort. Aber er. Immer zuerst. Da ist dann dieses Drücken in der Brust – oder eher ein leiser Elefant, der sich draufsetzt.
Nicht laut. Nicht panisch. Aber schwer. Sehr schwer.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube: Wenn ich diese körperlichen Zeichen übergehe, meldet sich irgendwann etwas anderes. Nicht mit Druck – sondern mit Gefühl.
Ein kurzer Moment, der mich rausholt. Raus aus dem Kopf, rein ins Herz.
Und dieser Moment kam.
Bei Famila.
Niki hüpfte wie immer in den Kinderwagen mit Rennauto dran.
Ganz selbstverständlich. Ganz Kind. Ganz glücklich.
Und ich?
Stehe daneben, mit dem Einkaufszettel in der Hand und einem Kloß im Hals, den ich nicht erklären kann.
So ungefähr beim Brotregal passiert’s dann.
Tränen.
Weil ich plötzlich denke:
Vielleicht ist das heute das letzte Mal in diesem Rennwagen, den ich voller Freude und väterlichem Stolz durch den Laden fahre. Vielleicht passt er bald nicht mehr rein. Vielleicht ist ihm das bald peinlich.
Und in diesem Moment verschwimmt alles:
Instagram.
Diese Mutter, die die Gefühle ihres Kindes live belächelt weil es grad ein Trend ist.
Mein Versuch, alles zu analysieren, aufzuarbeiten, zu verpacken und meine eigene Erschöpfung.
Und die schlichte Erkenntnis:
Ich bin gar nicht richtig da. Nicht bei mir. Nicht bei ihm.
Der Druck der letzten Tage, das ständige Vergleichen, die tausend Tabs im Kopf… sie machen uns blind – für das, was direkt vor uns sitzt.
Mit strahlenden Augen. Und viel zu kurzen Beinen für einen Einkaufswagen.
Und während der Freitagabend näher rückt, das Newsletter-Fenster auf dem Bildschirm wartet, und ich mir denke Jetzt! Jetzt müsste ich doch…!
spüre ich: Ich kann gerade gar nichts fühlen.
Und vielleicht war genau das das erste ehrliche Gefühl seit Tagen.
Freitagabend – Newslettertime (oder auch nicht)
Freitag, 14:46 Uhr.
Das war die Uhrzeit, zu der ich mir sagte:
So. Jetzt Newsletter. Augen zu und durch.
Ich wollte alles verpacken. Schreiben. Retten. Berühren.
Ich wollte über Instagram sprechen, über das Mutter-Reel, über mein Kind, über euch. Über alles.
Ich schrieb. Und schrieb. Und… schrieb. Aber ich fühlte – nichts.
Gar nichts.
Vielleicht, weil ich zwei Wochen lang keine Sekunde angehalten habe. Kein Atemzug für mich. Kein Moment für ein echtes Wie geht’s mir eigentlich gerade?
Ich war nur: Machen. Funktionieren. Abliefern.
Und dann – plötzlich – ging es nicht mehr.
Ich hab euch geschrieben, dass heute kein Newsletter kommt.
Und auf dem Heimweg dachte ich: Was war das eigentlich für ein Ritt?
Und etwas in mir… ließ los. Der Griff meines inneren Kritikers wurde locker.
Ich konnte atmen. Nicht sehr tief. Aber immerhin. Ein kleiner Riss in der inneren Rüstung.
Und heute?
Heute fließt es wieder. Nicht perfekt, nicht geplant – aber echt.
Ich schreibe nicht, weil ich muss. Sondern weil ich kann. Weil ich’s wieder spüre.
Vielleicht kennst du das auch?
Wenn dein innerer Kritiker das Steuer übernimmt, funktionierst du wie ferngesteuert. Du hilfst allen, gibst alles – außer dir selbst.
Du gehst über deine Grenzen, und wenn dein Körper flüstert Stopp, hörst du nicht hin.
Weil man das ja nicht macht. Weil man stark sein muss. Weil da ja noch was erledigt werden muss.
Aber weißt du was?
Du darfst stehen bleiben. Ich darf stehen bleiben. Du darfst nicht mehr können. Und ich auch nicht. Du darfst deine Kraft zuerst dir selbst schenken.
Und dann – vielleicht – anderen. Ich jedenfalls hab’s gestern getan.
Ich hab mir den Abend gerettet. Mich gepflegt.
Und das fühlt sich heute noch gut an. Das klingt bestimmt komisch, das von mir zu hören, nachdem ich zwei Wochen nicht stehen geblieben bin. Aber gemeinsam schaffen wir es und ich bin auch echt froh, das ich die Dinge mittlerweile erkenne. Das gab’s nicht immer.
Also wenn du grad wackelst, kurz vor dem Umkippen bist:
Drück auf Pause.
Nicht später. Jetzt.
Für dich. Für dein inneres Kind. Für den Menschen, der du bist – nicht den, der du sein sollst.
Schatzsuche & kleine große Wünsche
So – jetzt aber zu etwas Leichtem. Etwas Funkelndem.
Etwas, das mir zwischen Packpapier und Versandetikett eingefallen ist:
Die Schatzsuche ist zurück!
🎁 Jede Bestellung ab 50 € bekommt in dieser Woche eine kleine Schatztüte dazu.
- Glitzersteine von Bauspiel
- funkelnde Extras
- eine liebevoll gestaltete Schatzkarte
Aber das war’s noch nicht.
💫 Ich wünsche mir: eure Wünsche!
Schreib mir beim Bestellen ins Kommentarfeld deinen größten Wunsch aus dem Shop – egal ob Märchenschloss, Drewart-Camper oder Lichtbausteine.
Zauberwort: Superschatz – dann gibt’s eine extra Überraschung!
Unter allen, die ihren Wunsch so äußern, verlose ich fünf echte Wunsch-Schätze.
Findest du einen kleinen Mond auf deiner Schatzkarte, geht dein Wunsch in Erfüllung – und ich schicke dir eine kostenlose Mondkapsel!
Und falls nicht – bekommst du trotzdem ein Herz, eine Überraschung und vielleicht einen Anlass für eure ganz eigene Schatzsuche zu Hause.
Aktion: Lichtbausteine reduziert
Zum Schluss nochmal ganz ehrlich: Danke.
Ich weiß nicht, wie oft der Mond in den letzten Wochen durch eure Stories gehüpft ist.
Wie viele Nachrichten ihr mir geschickt habt.
Wie viele von euch mit Bestellungen, Kommentaren, Herzchen oder schlicht mit Vertrauen dazu beigetragen haben, dass es hier weitergeht.
Das ist nicht selbstverständlich. Wirklich nicht.
Und manchmal, wenn ich nachts hier sitze und Pakete packe, denke ich:
Was ist das hier eigentlich? Ein Shop? Ein Projekt? Eine Therapie mit Versandetikett?
Keine Ahnung.
Aber was ich weiß:
Das hier lebt. Weil ihr da seid. Weil ihr mitmacht.
Und weil ihr ganz offensichtlich keinen Bock auf Business as usual habt.
Also: Danke. Für all das. Für jeden Mondflug, jede Mail, jede Bestellung.
Und an alle, die sagen, man dürfe über PayPal-Kredite nicht sprechen:
Nehmt euch 'nen Keks.
Der ist bald vierstellig. Und das nur, weil ich euch nicht belüge, sondern einbeziehe.
Ich mach weiter. Genau so.
Over and Out 🚀
Dein Patrick
